Familien Reise Abenteuer


Heartbeat Now! Der Blog.

Samstag, 26. Februar 2022 - Peleponnes, Griechenland

 

Da ich lange nicht schrieb, unsere Zeit bunt & voll war, und wir erst hier an unserem Pausenort zum Schaffen vielerlei Liegengebliebenem kommen, da nicht alle bei whatsapp oder polarsteps folgen, kurzer Chrono-Überblick …

 

…von Herbst bis Winter waren wir wieder im Bann Rumäniens!

 

Es war eine tolle Zeit, bis uns der kalte, nasse Winter davontrieb – dahin, wo wir jetzt 2 Monate verbringen:

In Griechenlands Süden am Meer.

 

Aber starten wir bei Rumänien:

 

Im Oktober baden wir in heißen Thermalquellen - direkt im Fluss im Herbstsonnenwald, machen weiter mit Pisten, die wir aufgrund Unpassierbarkeit umkehren müssen, und verbringen die kommenden Wochen mit vielen interessanten Menschen primär in Siebenbürgen, Transsilvannien, dem Herz Rumäniens, also der Mitte des Landes.

 

„Extreme Alert!!!“ Not-SMS klingeln auf unseren beiden Handys!

Im Dunkeln sind wir am Stadtrand von Brasov die Straße an den Hochhäusern einfach weiter in den Wald gefahren, ein markierter Stellplatz unserer App, die Handys klingeln.

„Achtung, ein Bär befindet sich zurzeit in ihrer Straße“

Ob wir mit Fenster auf oder zu schlafen, diskutieren wir, und finden ein Video, wie ein Bär über die Dächer von Hermannstadt flitzt. Aber wir sehen und hören nichts.

Brasov ist bekanntes Bärengebiet und die Anwohner sehen es gelassen!

 

Westlich der Stadt Brasov befindet sich das Bärenreservat Zarnesti.

Hier werden gerettete Bären aufgepäppelt und in große Wildgehege entlassen und ihr Leben als wildes Tier so gut es geht respektiert, ohne Besucherströme den ganzen Tag.

Die Geschichten der geretteten Bären sind alle heftig.

 

Die von Max ist uns besonders geblieben:

Max wurde an der Leine durch Touristenorte geführt, um gegen Geld abgelichtet zu werden. Damit er nicht auf Blitzlicht reagiert, hat der Besitzer seine Augen mit Nadeln abgestochen. Damit er nicht auf Essensgerüche reagiert, wurde ihm täglich Pfefferspray unter die Nase gesprüht. Damit er ruhig bleibt, bekam er kein Wasser zu trinken, sondern Bier mit Beruhigungstabletten versetzt.

12 Jahre durfte er noch im Bärenreservat leben. Er lernte wieder zu riechen und wurde von seiner Sucht befreit. Blind blieb er. Er fand eine Freundin, die ihn auf allen Wegen begleitete.

 

Resümee: Nachdenken, wie es den Tieren geht, mit denen Menschen Geld machen wollen!!

Wir mögen Siebenbürgen, schön hügelig mit reicher Flora, gutem Boden und Vogelschwärmen, wie ich sie aus Kindheitstagen in Deutschland kenne. Die Städte haben hier rumänische und deutsche Namen, so ist Sibiu Hermannstadt und Brasov Kronstadt und Cluj Klausenburg.

 

Wir besuchen typische Touristenpunkte, das Draculaschloss in Bran, den Weihnachtsmarkt in Hermannstadt, Freizeitparks mit prachtvollem Lehmhaus und Jahreszeitenhäusern, herzallerliebst gestaltet, die Schlammvulkane von Berca. 

Wir sind wieder mal verliebt in die Kulinarik, die Märkte, die große Gastfreundschaft und all das Eingemachte in Gläsern.

Die Rumänen beeindrucken uns. Ein kraftvolles Volk, das sich nicht alles gefallen lässt, sonst wird eben die Regierung abgesetzt. Hörig? Nö. Naturverbunden, stabil, freundlich, offenherzig. Und ich freue mich, in Rumänien außerklinische Schwangeren- und Geburtsbegleitung kennenzulernen.

 

Weihnachten verbringen wir wunderbar mit unserer Reisefamilie. Unsere lieben Freunde, Reisenachbarn aus dem marokkanischen ersten Coronalockdown 2020, laden uns ein. Mit gemeinsamen backen, traditionellen Leckereien, Liedern, dem rumänischen Santa Claus, einer Oma mit riesengroßem Herz für unbekannte Gäste, selbstgemachten Spezialitäten und Kaffeeschnaps. Die jungen Menschen alle zusammen haben immer zu tun, zu werkeln oder zu entdecken! Noah wird 14 und Silvester bleiben wir auch noch!

Aber rasch im neuen Jahr sind wir wieder unterwegs, diese Jahreszeit in Rumänien zu nasskalt. Lieber Wärme und Olivenbäume statt Matsch und graues Wetter und zugefrorene Tanks. Einmieten überzeugt auch nicht, lieber die Sonne des Südens.

Ruckzuck durch Bulgarien, hier nochmal in heiße Quellen springen und uns im Spa nebenan warm aufpäppeln.

 

Husch husch sind wir in Thessaloniki und somit am Mittelmeer.

So wie wir leben…

…condition. Von Herbst bis zu den Festtagen munter und aktiv, am Entdecken und mit anderen. Zwischen den Jahren krank, die Kälte stagniert alles und wir sehnen uns ins Warme, wieder auftauen!

…cool kids. Die wilde Natur Rumäniens ist einfach klasse! Unendliche Möglichkeiten. Transsilvannien und seine Attraktionen spannend! Viele Kindertreffs.

…consum. Ohhhmmmh. Zauberhaftes. Zacusca – eingemachtes, überm Feuer gegrilltes Gemüse. Apfelsaft ohne Ende. Cozonac (Sandkuchen). Sarmale(Kohlrouladen). Honigparadies. Kunterbunte Obst- und Gemüsemärkte, schwere Kartoffelsäcke. Tolles Emaille-Kochgeschirr dazu. Hier gibt’s Carrefours und DMs.

…colours. Wir lesen Fischbrötchen, die Schildkröte, und haben über die kalten Tage verschiedene Videokanäle freigeschaltet. Sonst viel Ablenkung außen.

…calculation. Erst sind wir nicht schlüssig, ob doch einmieten in Rumänien, doch Meer und Sonne überzeugen uns mehr, erst Ziel Griechenland für erholsame Ruhe, bevor es ostwärts geht - soweit der Plan.

…cosy. Reisehöhle ist und bleibt gemütlich, nun mit Kaminfeuer. Trotzdem nervig direkt vor der Tür kein cosy weather mehr zu haben. Die Rumänen, die wir treffen, sind alle cosy und machen es uns supercosy, ob kulinarisch oder gemütlich.

…complications. Alles läuft. Paar Teilewechsel am Fahrzeug in der Stadt. Endlich erledigt.

 

…covid. Länderübergänge SRB/RO – keinerlei Interesse an Covidunterlagen, nur Ausweiskontrolle. RO/BG – ein Grenzcheck der Ausweise, wir dachten das wäre nur Rumänien zur Ausreise und schon sind wir in Bulgarien. BG/GR – Onlineanmelden der Einreise, Ausweiskontrolle, keinerlei Interesse an Covidunterlagen. In Rumänien gilt 3G beim Einkaufen (alles außer Lebensmittel) sowie Restaurantbesuch. Am ersten Tag von Polizei in einem Dorf angesprochen, warum wir keine Maske im Freien tragen. Ab dem Tag sehen wir kaum noch Menschen mit Maske im Freien, auch die Polizei trägt andernorts keine, bei eigentlicher Maskenpflicht draußen? In Bulgarien nichts mit Corona? Kein Check von irgendwas, kein Maskentragen, sei es beim Einkaufen oder im Spa-Hotel. 

Donnerstag, 02. Dezember 2021 - Siebenbürgen, Rumänien

 

„Ich muss die Bugwelle halten!“, sein Blick dabei: Konzentriert.

Auf die Bugwelle vor uns.

„Das Wasser kommt bei der Stufe rein!“ ruft Noah.

Gefühlt schwimmen wir schon im Wasser.

„Ich seh noch den Untergrund!“, ruft Simon.

 

Die Jungs finden es natürlich obercool.

Und ich komm nicht mal zum Filmen, zum Glück sind wir echt schnell wieder auf trockenem Untergrund.

„Das war die erwünschte Motorwäsche nach dem ganzen Salz am Meer!“

Aha! Manchmal fehlen mir einfach die Worte.

 

Übereinkommen in spontanen Entscheidungsmomenten auf einer Reise: Nicht immer leicht!

Während ich bei wackeligen Brücken rechtzeitig Stopp rufe (Die Gegenmeinung klingt: „Aber der Traktor ist da drüber gefahren!“), entscheidet der Fahrer (meist Simon) oft auf die Schnelle was gefahren wird.

In den Momenten wird unser gegenseitiges Vertrauen klar. Ich vertraue dir, wie du handelst und du mir. Wir sind ein Team. Mit einigen Sachen kennst du dich besser aus, mit anderen ich. Oder Bauchgefühl, Intuition.

 

Seit Tagen begleiten uns in Kroatien überflutete Wiesen, Flüsse über Ufer.

Unser Weg führte direkt in so ein Wasser hinein, hindurch.

Und dann kommt noch eins, ein viel Größeres. „Die Bugwelle ist wichtig zu halten, sie hält den Motor frei von Wasser!“ Wir wurden langsamer, das Wasser bremste, aber es klappte. „Die Kunst ist, den Motor im Wellental zu halten, in der Geschwindigkeit wie die Welle ist!“

Mir fehlt wohl die Mongolei-Flussfahrten-Gewöhnung.

 

Auf jeden Fall wird es ab jetzt spannend.

Wir haben unsere Route spontan umgelegt. Über Bosnien und Serbien. Waren da noch nie.

Wollen unsere Marokko-Lockdown-Freunde mitten in Bosnien treffen. Sie kommen aus der Türkei und wir fahren nach Rumänien.

 

Italien hatten wir bei Triest verlassen, genossen nach Venedig noch das Meer und auch in Kroatien standen wir in Istrien und auf Krk am Meer – wunderschön – bis die Bora kam. Heftige Stürme, die uns wie in Schottlands Norden schaukeln ließen. Das Meer ist einfach besonders schön und ruhig zur Sommerszeit, dem kann man nichts abschwatzen.

Am Morgen nach der Wasserfahrt sind Noah und ich auf Hundegassigang durch Feld und Wiese.

Große Vogelschwärme und mehrere Rehe beeindrucken uns, welch Vielfalt hier!

Das kennen wir nicht mehr aus Deutschland. Haben es aber aus Rumänien in Erinnerung.

 

Wenig später während Homeschooling knallt es in der Nähe unseres Stellplatzes. Und wieder. Und wieder. Und öfter.

Sprengungen? Kling danach.

Als wir kurz darauf weiterfahren, kommt uns ein Fahrzeug mit der Aufschrift „Minen-Entschärfung“ entgegen.

Wir sind im Gebiet der Minenfelder!

Ich recherchiere im Netz.

Der wunderschöne Wald, durch den wir gerade fahren, ist eine Flüchtlingsroute. Vor kurzem ist hier ein Flüchtling auf eine Tretmine getreten,  hat nicht überlebt.

 

Wir sind in ehemaligem Kriegsgebiet.

Hier war Krieg als ich Kind war.

 

Wir fahren auf kleinen Landstraßen, durch kleine Dörfer, passieren viele, viele Häuserruinen. Unberührte Natur und Freundlichkeit begegnen uns.

Kurz vor der bosnischen Grenze in Kroatien beginnt die Region. In Bosnien haben die Häuser Schusslöcher, in denen immer noch Menschen wohnen.

 

Der Krieg wird vor Augen geführt, die Vorstellung, was hier stattfand, wird real.

Wir sind ergriffen.

Ich mag Länder nicht auf die Geschichte ihres Krieges reduzieren.

Aber direkt vor Augen, das macht bewusst.

 

So ist das beim Reisen.

Ob die Situation der Aboriginies in Australien, ob Kastensystem in Indien, das Leben in der Trockenheit der Wüste, schamanische Rituale in der Mongolei, Reichenviertel in armen Ländern, das stürmische Nass Schottlands…

…wir sind mittendrin. Für eine Zeitlang sind wir Teil dessen, gehören dazu. Und wir lassen auch von uns etwas da.

 

Diese Eindrücke machen Gedanken. Wir reflektieren uns selbst.

Wie kann man auf jemand anderen schießen? Und machen wir es heute bessser? Schießen wir nicht auch gegen andere, wenn nicht mit solchen Waffen? Jeder Einzelne kann an sich arbeiten, um im kleinen Frieden zu leben. Was meint sonst das Zeichen des Friedens in der Kirche und anderen Religionen?

 

Reisen führt das Andere nah. Oft erkennen wir, das Andere ist uns gar nicht so fremd wie wir dachten. Wir spiegeln im Anderen, erkennen Zusammenhänge und Abhängigkeit voneinander auf der ganzen Welt.

 

Bosnien ist entspannt mit seinen offenen, freundlichen Menschen und hübsch landschaftlich zu durchfahren.

 

Unsere altvertrauten Lockdownfreunde wieder zu treffen ist eine Riesenfreude, man kennt sich gut durch das Zusammensein in der besonderen Zeit des ersten Lockdowns in Südmarokko.

Die Kinder haben endlos auszutauschen und Leckeres am Feuer zu grillen, aber es ist kalt.

Mit Weinproben aus verschiedenen Ländern, gutem Feuer, Kochspezialitäten, gemeinsamen Themen und herrlichem Muezzin in der Nähe halten wir der Kälte stand.

Später erkunden wir wilde Wälder, lassen uns mit unserem kleinen Offroadheim auf Pisten fern der Hauptstraßen ein.

Bis nach Sarajevo.

 

In die Stadt eigentlich nur wegen dem Waschsalon!

Minihaus + Matschwetter(4 + Hund) = x Waschladungen

 

Hier machen wir die tolle Bekanntschaft mit der Inhaberin und Metallliebhaberin aus Australien, Treffpunkt für Reisende, allerdings eher im Sommer.

Und wir sind froh, wegen der Waschmaschine in der Stadt gelandet zu sein, denn sie nimmt mit in eine andere Welt als sonst in Europa. Ein Flair aus verschiedenen Komponenten.

 

Bei unserer Stadtdurchfahrt sehen wir wieder Einschusslöcher an Gebäuden.

Direkt neben dem Citycenter ist ein bewachter Parkplatz, auch zum Nächtigen. Abends tauchen wir in den Strom der Moscheebesucher ein, die durch die engen Gassen ziehen, essen lecker und staunen über 1001 Nacht.

 

Die Nacht ist ruhig in Sarajevo.

 

Dass es vor nicht allzu langer Zeit ganz anders war, führt das „War Childhood Museum“ mit persönlichen Geschichten vor Augen. Es geht unter die Haut, hinterlässt Spuren, wühlt auf.

 

„Was war das Gute am Krieg?“, lautete eine Frage im Dokufilm vor Ort. „Dass die Menschen sich gegenseitig halfen.“

 

Die „Rosen von Sarajevo“ markieren Granatentreffer in der ganzen Stadt, die Menschen töteten. Sie wurden mit rotem Harz aufgefüllt und erinnern somit etwas an das Aussehen von Blumen.

 

 

Es gibt Trödelmärkte, in denen man ganze NS-Sortiments findet, spannend finden die Kinder (Noahs Geschichtsthema - neben aktuell Franz. Revolution- ist schon seit längerem die NS-Zeit und konnten wir im Sommer mit einem KZ-Besuch in Dachau verbinden) , auch die Patronenhülsenstifte und was mit Patronenhülsen alles gebaut werden kann, die türkischen Süßigkeiten, die Tauben, die sich auf einen stürzen, die Brücke, in dessen Nähe 1914 ein Attentat auf Franz Ferdinand und seine Frau Mitauslöser für den ersten Weltkrieg war.

Hinter Sarajevo sind wir zügig wieder ländlich unterwegs, durch herbstliche Lande, Berge, an Seen, durch unzählige Tunnel fahren wir nach Serbien.

Serbien durchqueren wir nur, auch das wirkt entspannt und es ist schön! Wieder freundliche Begegnungen.

 

Und dann kommen wir an die Donau, fahren an ihr entlang, über sie drüber nach Rumänien.

 

Schon bald vermissen wir den Spirit Bosniens, auch Serbien wäre ein interessantes Reiseland gewesen! 

So wie wir leben…

…condition. Weltentdecken ist spannend. Es macht Spaß! Allerdings unsere Reiseart ist für die Wärme, in der Kälte hocken wir lieber in der Höhle. Da merken wir, das nächste Jahr steht im Zeichen des Expandierens! Uns geht es aber auch in der Höhle prima.

…cool kids. Keeping on doing. Angeln, bauen, Schach, spielen, Naturtouren, musizieren, lesen, homeschooling,…

…consum. Tolle Gemüsestände, supersüße, dunkelorange Mandarinen aus Griechenland, Punsch selbstgemacht, Cevapcici mit saurem Dip, Tee, neue DM-Filialen 

…colours. Wir lesen noch dieselben Bücher J Rüdiger Nehberg dazu

…calculation. Ziel bleibt Rumänien fürs erste, vermutlich in den Süden, wenn es zu kalt wird

…cosy. Wir lieben unsere Reisehöhle, haben es gemütlich, Loslassen von Zuviel oder Zumaussortierenkommen braucht Balance mit äußeren Eindrücken und Bewegung

…complications. Hmmm, nö. Möge es so bleiben.

 

…covid. Länderübergange: I/SLO- war da eine Grenze?, SLO/HR – „Covidzertifikat?“Ich hebe meine Hand um rauszuholen, da werden wir weiter gewunken, HR/BA – Covidzertifikat wird sorgfältig geprüft, BA/SRB – keine Nachfrage an Grenze, kurz danach irritiert uns die Schranke vor uns im Dunkeln, nur vom Nationalpark!, Weiterfahrt gegen Eintritt. Gesamteindruck: Die Länder wirken recht gelassen mit der Thematik, Einkaufen meist mit Maske, die mehr oder weniger ernst genommen wird, auch Gebiete ohne Maske, Menschen sind sehr freundlich. Wir sehen in der Öffentlichkeit so gut wie keine Hinweise auf Corona oder Teststationen oder Impfstationen, am ehesten Hinweise auf Maske im Laden.

Sonntag, 10. Oktober 2021 - Istrien, Kroatien

 

Über drei Monate waren wir in Südtirol.

Eine tolle Zeit, weil wir uns Zeit nahmen!

Die Zurückgezogenheit im bayerischen Wald, die nach all den vorigen Reiseeindrücken auch gut war, haben wir mit megavielen Südtirol-Abenteuern somit ausgeglichen!

 

Gesegnet waren wir mit Besuchen von Verwandten und Freunden, Bergtouren, Lagerfeuergrillen, Baden in Seen, auf Ötzis Spuren, Wandern, Radeln, Reiten, Angeln, Bobbahn, Rafting, Märkten, Almkas, Natur pur – Abenteuer, ob nass bis auf die Knochen oder heiß bis zum Wasserlechzen.

 

Es hat Spaß gemacht, die eine Heimat wieder näher zu entdecken!

Schnell fühlten wir uns vertraut und fast Zuhause, aber rechtzeitig nahmen wir mit Beginn des alljährlich größten Südtiroler Events Reißaus. Bei der Apfelernte herrscht in den Tälern keine Ruhe mehr. Alles vibriert, das Tal und auch oben am Berg. „Käschtnzeit ist bald“, Maronen kamen mit!

 

Außerdem leben wir ja so absolut minimäßig, damit wir reisen können! Lange an einem Ort zu weilen, dafür ist unsere Reiseunterkunft nicht gemacht, dann schreit alles in uns nach Platzvergrößerung! Ausbreiten kann man sich auch nicht in Südtirol, zu eng, wenig freie Stellplätze und die muss man kennen. Campingplatz pro Familie 70 Euro mindestens, abgesehen davon boomt ja das Campingleben und die Campingplätze waren dicht vor Fülle. 

Als Abschluss für Südtirol – nach ein paar Tagen durchschnaufen – besuchten wir Venedig.

 

 

Venedig?

 

Ja, denn südlich davon endet die Etsch, der Fluss aus dem Vinschgau kommend, der die Lärchenstämme zum Stadtbau nach Venedig schwemmte. Der Sonnenberg im Vinschgau wurde dafür abgeholzt. Und da wir viel im Vinschgau unterwegs waren, passte das Venezia-Sightseeing also jetzt voll dazu.

So richtig losgereist sind wir eigentlich erst vor ein paar Tagen, als wir Italien verließen.

 

So wie wir leben…

…condition. Alle munter. Blue ist vom Timmelsjochfelsen gestürzt, aber der Schock und die Wunden heilten. Zu viel Materie oder zu kleines Reisemobil? Dies Thema sitzt. Sport darf mehr werden.

…cool kids. Freude, draußen zu sein und zu erkunden. Am Bauen oder Spielen, Brettspiele, Malen, Musizieren. Homeschooling mit Büchern oder Apps. Noah baut an einer tollen Armbrust - danke, Ragna!

…consum. Knödel, Vinschger Paarlen, Hirtenmaccaroni, Speck, Almkas, Marillen, Feigen, Äpfel, Eis, Venedig Gebäck. Noch gewohnte Weise einzukaufen im Spar, DM, Lidl oder auf Märkten.

…colours. Außer äußere Eindrücke, wir lesen „Tippis Welt“(wunderbare Kalahari-Erdmännchen-Wüstenkind-Erzählung, real) und „Warten bis der Frieden kommt“(Folgebuch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“), vorher „Der schwarze Fluss“(Deutsche Siedler in Südamerika).

…calculation. Naja, Reisen bedeutet uns Einlassen auf Spontanität. Plan war/ist nach Südtirol Südosteuropa. Wir kalkulieren einen goldenen Herbst in Rumänien und leckere Märkte.

…cosy. Gemütlich ist es definitiv in unserer Reisehöhle. Das nächtliche Hirschröhren an unserem Durchschnaufplatz wechselt den Moskitogesang im Ohr ab. Schöne Orte haben wir direkt vor der Tür.

…complications. In der Heimat viel um die Ohren, Simon hat hier was, da was, die Pausentage halfen aufzuholen. Und immer wieder Reisemobilbaustellen, mit denen wir gut leben können, die im Rahmen sind.

…covid. Südtirol/Italien strenger als Deutschland. 3 G (kostenpflichtige Tests) seit August in Restaurants, Museen und seit September im Job und in der Schule. Gesundheitswesen 1G. Über die Grenze D/A und A/I keine Kontrollen, Einreisedetails erneuern sich ständig. Maßnahmen, Impfbusse begegnen im Alltag. Schulalternativen-Gründungen. Kids in Gruppen mit Maske draußen gesehen. Statt McDonalds ein DriveThrough zum Impfen.

Sonntag, 05. September 2021 - Lana, Südtirol

 

Wer in der Nähe ist und mitreisen will:

Sehr spontan & besonderer Ort: Am 09.09. um 20 Uhr in Schlanders/Basis (alte Kaserne)

Dia-Film-Show unserer ersten Reise 2012-14 - mit Kind & Babybauch durch den Balkan, Russland, die Mongolei und zur Geburt nach Indien

Familien Reise Abenteuer | BASIS Vinschgau Venosta

Mittwoch, 18. August - Martelltal, Südtirol

Montag, 2. August 2021 - Fondo, Italien

Mittwoch, 21. Juli 2021 - Fondo, Italien

 

Kurz durch Südtirol - voll Touristen und für uns nach dem "ewigen" Deutschlandaufenthalt der letzten Monate plötzlich sehr warm - also ab, hoch in den Nonsberg, durchatmen die frische Luft mit seinem italienischen Flair.

Wir werden die nächsten Wochen in Südtirol unterwegs sein.

 

Hat jemand einen STELLPLATZ im ANGEBOT, WIESE oder WALD, IN SÜDTIROL ?

... um ein paar Tage Ruhe zwischen die Bewegung kommen zu lassen. Wir sind autark. 

Wir freuen uns, neue Leut` kennen zu lernen, tauschen gern über`s Reisen aus, zeigen gern die Dia-Film-Show...

Danke für eure Kontaktaufnahme.

Freitag, 16. Juli 2021 - Timmelsjoch, A/I

 

Jaaaa, wir bummeln weiter durch die Lande.

Zurück im Minimalismus und Vanlife.

Wobei es eigentlich, NATÜRLICH nach Maximalismus im Van aussieht :-)

Das gewohnte Zuviel.

Trotzdem ist es gemütlich. 

Und wir nehmen`s gelassen.

Obwohl oft Regenwetter sind wir schon wieder mittendrin am Weltentdecken! Zwischendrin gibt`s auch Sonne!

Jetzt nur ein kurzes Update erstmal ohne Bilder.