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Heartbeat Blog - Now!

Da ich mit dem Schreiben der Länderberichte nicht nachkomme, schreib ich ab 2020 wöchentliche Miniberichte.

Tadaaaaa….

Malaga - Spanien. Sonntag, 12. Januar 2020

Die Müllmänner!

Sie sind einfach toll.

Hierarchisch (wie besonders in Deutschland Jobs definiert werden) sollten sie gaaaanz oben stehen und jeder! sollte einmal einen Dienstmonat übernehmen.

Schließlich ist das mein Dreck, der da versorgt wird.

Alles sauber zu halten und sich gut um Abfall zu kümmern, ist eine wichtige Grundlage für gesund leben! Aufmerksamkeit hin da.

Weil ich einfach dankbar bin, dass jemand unseren Müll versorgt (abgesehen davon dass zu viel produziert wird und die endgültige Versorgung problematisch ist), hatte ich vor Weihnachten eine Idee: Auf unserem Strand-Stellplatz in Malaga wird täglich außer sonntags Müll geleert. Sobald ich den Müllwagen ankommen sah, bin ich hin und gab dem Mann eine große Packung Merci in die Hand. Die nahm er natürlich an, zielte damit aber direkt auf die hintere Klappe des Müllwagens zu. „No, no! It’s for you, for eating!“ rief ich. Er stoppte, zeigte fragend mit Finger von der Mercipackung zu seinem Mund. Ich nickte. Er hielt kurz inne. Das war ungewohnt für ihn. Lächelte etwas. Er verstand mich auch nicht wirklich, wohl auch Ausländer, wie ich. Aber er freute sich. Brachte die Schoki sogleich in die Fahrerkabine zu seinem Kollegen.

Also: We`re back to Malaga!! Nach kurzen drei Wochen in Deutschlands Norden.

Aber jetzt ist es besser als vorher. Nach einem Jahr Familie und Freunde nicht sehen haben wir wieder aufgetankt und schöne Feiertage zusammen verbracht. Haben voll genossen, was für uns besonders ist: viele, viele vertraute Leute um uns, Einzelraumverteilung, Badewanne, Sauna, einhüllen in die Geborgenheit eines Hauses,… aber das muss nicht wieder Dauerzustand werden!

Wir sind froh, bewusst sparsam zu leben und zu können! und in unserem gemütlichen Heim die Welt weiter zu erkunden.

Ja. Ein dreiviertel Jahr lang sind wir nun „on the road“. Zu viert Minimalismus lebend in fremden Welten. Jetzt wissen wir mehr, wie es sich am besten hoppelt.

2019 waren wir zu schnell unterwegs, wollten Termine einhalten, sind nach Portugal, nach Schottland und zurück nach Südspanien geflitzt. Und wir sind immer noch in Europa! Einlassen, auflösen, sein akzeptieren, entdecken wo man steht – das waren die Themen 2019. Eine Basis schaffen, wie man es gemeinsam überhaupt so eng aushält und wie wir unsere Zeit gestalten.

Für unseren Schritt ins Homeschooling sind wir dankbar. Das läuft.

Jetzt kann Noah wieder in der Sonne seinem Fischbusiness nachgehen. Er verkauft sie nämlich neuerdings. Und das klappt sogar. „Also dann bis bald, das Angelwetter knallt, ich hoff ich fang nen großen Fisch, Fisch, Fisch!“ summt er fröhlich vor sich hin.

Seine Oliven, die er beim vorletzten Vollmond an den Schwefelquellen sammelte und in Wasser einlegte, um die Bitterkeit zu entziehen, sind auch was geworden! Regelmäßiges Wasserwechseln, Kräuter und Öl hinzufügen - nun kann er die Kunst, Oliven essbar und lecker zu machen.

Finn ist derweil mit Lego beschäftigt, und will nun morgens auch „dieselben Hefte“ wie Noah lernen und rätseln, also fangen wir jetzt auch ein bisschen an.

Wir brauchen nach dem Deutschland-Trip noch bisserl zum Ankommen und dann werden wir unserer Aufbruch-Stimmung nachgehen. 

Bis zur nächsten Woche!

Niedersachsen - Deutschland. Montag, 6. Januar 2020

Ein schönes neues Jahr, gehabt euch wohl! 

Die ersten Grüße zu Jahresbeginn auf dieser Seite kommen aus Deutschlands Norden, wo wir ganz spontan Zeit mit Familie und Freunden verbringen.

Fliegen ist nicht unser Ding, aber manchmal ist es das eben doch.

So lassen wir für eine Weile den Minimalismus hinter uns, tauchen ein in die Selbstverständlichkeiten, die wir aus Deutschland kennen: Reichlich, alles ist reichlich vorhanden, Wasser, Strom, ein Toilettentank wo noch was reinpasst, Termine, Deutsche Leute und Produkte... Umgeben von Fülle, natürlich gerade zu dieser Jahreszeit - wir sind wieder voll mit allem möglichen. 

Eigentlich reicht doch auch Wärme, Atmen und gutes Wasser.

Die Luft ist frisch, kühl aber nicht kalt.

Es gibt ein Frostbild für den neuen Blog. Ein Bild einer Raunacht.